Welcher fertige Blätterteig schmeckt wirklich? Der große Check
Blätterteig selbst zu machen, ist die Königsdisziplin der Bäckerei – es erfordert Zeit, Geduld und viel kühle Butter. Zum Glück gibt es fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal, der uns das Leben in der Küche enorm erleichtert. Doch wer vor dem Supermarktregal steht, hat die Qual der Wahl. Die Preise variieren, die Zutatenlisten unterscheiden sich und am Ende stellt sich die entscheidende Frage: Welcher fertige Blätterteig schmeckt wirklich?
In diesem Beitrag werfen wir einen genauen Blick auf die Qualitätsunterschiede bei fertigem Blätterteig. Wir klären die ewige Debatte zwischen Butter und Pflanzenfett, fassen die Ergebnisse von Verbrauchertests zusammen und geben dir Tipps, welcher Teig sich für welche Blätterteig Rezepte am besten eignet.
Der entscheidende Unterschied: Butter vs. Pflanzenfett
Der wichtigste Faktor für den Geschmack und die Qualität eines Blätterteigs ist das verwendete Fett. Hier scheiden sich die Geister – und die Preise.
Butter-Blätterteig: Der Geschmackssieger
Echter Butter-Blätterteig (wie beispielsweise von der Marke Tante Fanny) wird, wie der Name schon sagt, mit reiner Butter hergestellt.
- Vorteile: Er punktet mit einem unvergleichlich feinen, sahnigen Geschmack, der besonders bei süßen Gebäcken wie Blätterteig Nachtisch hervorragend zur Geltung kommt. Die Textur ist oft zarter.
- Nachteile: Er ist in der Regel teurer als die pflanzliche Variante. Zudem schmilzt Butter schneller, weshalb der Teig bei der Verarbeitung unbedingt sehr kalt sein muss, da er sonst klebrig wird.
Blätterteig mit Pflanzenfett (Margarine/Palmöl): Der Praktische
Die meisten Standard-Blätterteige im Supermarkt (besonders die Eigenmarken der Discounter) verwenden pflanzliche Fette, häufig Palmöl oder Margarine.
- Vorteile: Diese Teige sind deutlich günstiger und oft vegan (ein Blick auf die Zutatenliste ist dennoch ratsam). Sie sind stabiler in der Verarbeitung, da Pflanzenfett einen höheren Schmelzpunkt hat als Butter. Sie blättern beim Backen sehr zuverlässig auf.
- Nachteile: Geschmacklich können sie nicht ganz mit der Butter-Variante mithalten. Manchmal haben sie einen leicht „fettigen“ oder künstlichen Nachgeschmack.
Was sagen Verbrauchertests?
Verschiedene Degustationen und Verbrauchertests (wie beispielsweise von Kassensturz oder Konsument.at) kommen oft zu überraschenden Ergebnissen:
- Discounter überzeugen: Sehr oft landen die Eigenmarken von Discountern wie Aldi, Lidl oder Hofer auf den vorderen Plätzen. Sie bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, blättern gut auf und haben einen akzeptablen Geschmack.
- Zusatzstoffe: Ein Kritikpunkt bei vielen Fertigteigen ist der Einsatz von Zusatzstoffen. Oft wird Alkohol zur Konservierung oder Zitronensäure hinzugefügt, was bei manchen Produkten zu einem leicht säuerlichen Beigeschmack führen kann.
- Tiefkühl vs. Frisch: Frischer Teig von der Rolle ist extrem praktisch. Tiefkühl-Blätterteig (meist in quadratischen Platten) enthält jedoch oft weniger Konservierungsstoffe und blättert durch die Schockfrostung manchmal sogar noch schöner auf.
Welchen Blätterteig solltest du kaufen?
Die Antwort auf die Frage „Welcher fertige Blätterteig schmeckt wirklich?“ hängt stark davon ab, was du backen möchtest:
| Verwendungszweck | Empfehlung | Begründung | | :— | :— | :— | | Feine, süße Desserts (z.B. Apfeltaschen, Croissants) | Butter-Blätterteig | Der feine Buttergeschmack hebt süße Gebäcke auf ein neues Level. | | Herzhafte Snacks & Partygebäck (z.B. Pizzaschnecken, Würstchen im Teig) | Standard-Blätterteig (Pflanzenfett) | Bei kräftigen Füllungen (Käse, Salami, Pesto) fällt der fehlende Buttergeschmack kaum auf. Ideal für 11 einfache Partyrezepte mit Blätterteig. | | Vegane Rezepte | Standard-Blätterteig (Pflanzenfett) | Die meisten günstigen Teige sind von Natur aus vegan. | | Wenn es besonders schön blättern soll | Tiefkühl-Blätterteig (Platten) | Ideal für Pasteten oder Vol-au-vents, da die Platten oft sehr gleichmäßig aufgehen. |
Tipps, um jeden Fertigteig aufzuwerten
Egal für welchen Teig du dich entscheidest, mit ein paar Tricks holst du das Beste aus ihm heraus:
- Immer kalt verarbeiten: Nimm den Teig erst im allerletzten Moment aus dem Kühlschrank. Warmer Teig verliert seine Struktur und wird matschig.
- Glanz verleihen: Bestreiche das Gebäck vor dem Backen mit verquirltem Eigelb (für eine goldbraune Farbe) oder Milch.
- Durchweichen verhindern: Achte bei feuchten Füllungen darauf, dass der Teig nicht matschig wird. Unser Ratgeber Blätterteig aufbacken ohne Durchweichen hilft dir dabei.
Fazit: Die Mischung macht’s
Es gibt nicht den einen perfekten Blätterteig für alles. Wenn der pure Teiggeschmack im Vordergrund steht, lohnt sich der Griff zum etwas teureren Butter-Blätterteig. Für die schnelle, herzhafte Küche oder wenn starke Gewürze im Spiel sind, leisten die günstigen Eigenmarken der Supermärkte hervorragende Dienste. Probiere einfach aus, welche Variante dir bei deinen Lieblingsrezepten am besten schmeckt!
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Häufige Fragen (FAQ)
Ist teurer Blätterteig immer besser? Nicht zwingend. Tests zeigen, dass günstige Discounter-Marken oft sehr gut abschneiden, besonders was die Backeigenschaften angeht. Der höhere Preis bei Markenprodukten rechtfertigt sich meist durch die Verwendung von echter Butter anstelle von Pflanzenfett.
Woran erkenne ich veganen Blätterteig? Die meisten günstigen Blätterteige aus dem Kühlregal werden mit pflanzlichen Fetten (Margarine, Palmöl) hergestellt und sind somit vegan. Ein kurzer Blick auf die Zutatenliste oder das V-Label gibt Sicherheit. Butter-Blätterteig ist logischerweise nicht vegan.
Warum riecht frischer Blätterteig manchmal nach Alkohol? Viele Hersteller verwenden eine geringe Menge Alkohol (Ethanol) als natürliches Konservierungsmittel, um die Haltbarkeit des frischen Teiges zu verlängern. Dieser Geruch verfliegt beim Backen vollständig und beeinträchtigt den Geschmack nicht.
Kann ich frischen Blätterteig einfrieren? Ja, frischer Blätterteig von der Rolle lässt sich problemlos in der Originalverpackung einfrieren. Vor der Verwendung sollte er schonend im Kühlschrank aufgetaut werden, damit er nicht bricht.







